Wann begreift man, dass man ein Start-up hat?

In Zeiten von Remote Work

Profilbild Alexandra Klöckner
23. Jun 2021
Alexandra Klöckner

Ein digitales Unternehmen kann vieles bedeuten. Auch bei uns, dem Team von XIMPL. Von der Buchhaltung bis hin zu unseren Dienstleistungen – nahezu alles erfolgt digital. Entscheidend ist jedoch in erster Linie, wie wir miteinander umgehen und zusammenarbeiten. Remote lautet das Zauberwort, aber genügt es? Spoiler: Nein.

Am Freitag, dem 13. März 2020 haben wir gegründet, zwei Tage später kam der erste Lockdown. An sich kein Problem für uns, da wir von vornherein ein digitales Geschäftskonzept hatten. Dennoch hätten wir uns unter anderen Umständen häufiger persönlich getroffen. So beschränkten sich unsere Treffen auf einige wenige und erfolgten meist in unseren Privathaushalten oder abends im leeren Coworking Space. Ansonsten arbeiteten wir aus unserem jeweiligen Homeoffice. Das ist auch bis jetzt der Normalfall. Jeder sitzt bei sich zu Hause am Schreibtisch oder auf dem Sofa, arbeitet im Zug auf dem Weg zum Termin oder nutzt das WLAN dort, wo er sich gerade aus welchen Gründen auch immer befindet. Wenn ich zum Beispiel zu Terminen in die Stadt fahre und dazwischen Zeit habe, setze ich mich in eines der gemütlichen Altstadt-Cafés und arbeite von dort. Alle unsere Tools sind mobil und auch per Handy problemlos nutzbar, so dass wir tatsächlich von überall arbeiten können. Getrennt und zusammen. Sofern sich keiner von uns in einem Meeting befindet oder einen Vortrag hält, können wir uns jederzeit digital zum Brainstorming treffen und halten uns auch darüber hinaus auf dem Laufenden. Zusätzlich gibt es einmal pro Woche einen längeren Video-Call, bei dem wir gemeinsam alles besprechen, was gerade ansteht – Rückblick und Planung inklusive. Nun könnte man meinen, das sei toll und würde keine physische Präsenz erfordern. Ein Irrtum!

Du merkst, dass du ein Start-up hast, wenn du freiwillig abseits der Party stehst und Geschäftliches mit dem Kuli auf einer gefalteten Pizzaschachtel visualisierst.

Wie sehr die Unternehmensgründung einen selbst verändert, wurde uns Geschäftsführern mitten auf einer Party klar. Wir wollten auf das 10-jährige Jubiläum der bekannten Koblenzer Agentur 247GRAD anstoßen, ein wenig die Feier genießen und dann schnell nach Hause fahren, um den Feierabend mit Familie oder Freundin zu genießen. “Also ich bleibe nur ein Stündchen”, sagten wir einstimmig. Wollt Ihr wissen, wie dann die Realität aussah? Es wurde sehr spät. Nachdem wir allen Hallo gesagt und einen Teil des Abendprogramms genossen hatten, standen wir draußen, um in Ruhe über Geschäftliches zu sprechen. Zwischendurch gesellte sich jemand zu uns, um mit Gin & Tonic oder Weißwein aus riesigen Batida-de-Coco-Gläsern anzustoßen und miteinander Pizza zu teilen. Es wurde gequatscht und gelacht. Tolle Leute, super Stimmung! Doch kaum dass wir wieder alleine waren, ging es beruflich weiter. Wir nutzten jede Gelegenheit für unser Business. So sehr das Netzwerken in den letzten Jahren für mich an Bedeutung gewonnen hat und sooft ich an diversen Veranstaltungen als Gast oder Mitwirkende teilgenommen habe – nie zuvor war das derart stark vom Beruflichen begleitet gewesen wie die Events seit der Gründung. Denn nun geht es um die eigene Firma – und das ist etwas komplett anderes.

Du merkst, dass du ein Start-up hast, wenn du morgens mit DER Idee für einen Kunden aufwachst, beim ersten Kaffee an ihr feilst, dein Geschäftspartner noch am selben Tag drei passende Logos samt Farbpalette und Design entwickelt und am Nachmittag die komplette Präsentation steht.

Im Flow digital Hand in Hand zu arbeiten macht Spaß. Oder um die Lieblingsformulierung eines jungen Serienunternehmers zu nutzen, über den ich mal eine Titelstory geschrieben habe: “Das ist mega!”

Nehmen wir einen exemplarischen Tag: Er begann mit der besagten Idee und einer Menge Kaffee, bei dem ich gründlicher über die spontane Eingebung nachdachte, bevor ich sie ausformulierte und Gerold zuschickte. Er reagierte sofort. Wie beim Ping-Pong führte ein Gedanke zum anderen. Ich hatte die Worte, er das Logo und die Farben – so ging es weiter. Am Nachmittag war die komplette Präsentation für den Kunden fertig. Ein Zusammenschluss von mehreren Unternehmen würde sowohl einen Markennamen als auch drei passende Logos zur Wahl erhalten – Hintergrundinformationen, Farbschema und weitere Details inklusive.

Du merkst, dass du dabei bist Unternehmenswerte aufzubauen und zu leben, wenn dein Team und du gegenseitig darauf achtet, dass jeder Zeit für einen Ausgleich und sein Privatleben hat.

Es gibt mehrere Werte, die uns als Team von Anfang an wichtig waren. Großartig ist, dass darin Einigkeit besteht. Was ich aber besonders schätze ist die Fürsorge, dass es dem anderen gutgehen soll. Wir wissen, dass unsere Köpfe permanent arbeiten und wir so etwas wie Freizeit nicht mehr haben. Selbst oder gerade wenn man durch den Wald wandert, fallen einem spannende Ideen ein, die sofort notiert werden müssen. Auch aus dem Urlaub verschickt man Nachrichten, obwohl man eigentlich ganz abschalten wollte. Telefonate beim Laufen sind keine Besonderheit. Deshalb gönnen wir einander ganz bewusst Pausen und freuen uns, wenn der jeweils andere Zeit mit Familie und Freunden verbringen darf. 

Fazit:

Ein Unternehmen aufzubauen nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, deshalb ist es wichtig, sich mit Menschen auf diesen Weg zu begeben, mit denen man gut zusammenarbeiten kann. Als Unternehmer hast du dein Business immer bei dir, dein Kopf arbeitet fortwährend daran. Insbesondere in digital aufgestellten Unternehmen wie XIMPL steigt die Zahl der Tools, die eingesetzt werden. Schnelle und kurze Kommunikationswege, kontinuierlicher Informationsaustausch sowie eine große Dosis Flexibilität sind die Voraussetzungen für ortsunabhängige Zusammenarbeit auf Distanz. Das kann mitunter ganz schön aufwendig sein, aber wenn Arbeitsprozesse gut aufgebaut sind, laufen sie flüssig und bedeuten neben Fleiß auch Freude.

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Alexandra Klöckner und Gerold Hinzen
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